(guten) Appetit

„Ich halte es nicht unbedingt für sinnvoll, andere Primaten (wir sind nicht nur ähnlich wie Primaten, wir sind eine von mehreren Primatenarten) zum Vorbild zu nehmen. Viele Aspekte des modernen Lebens weichen von dem ab, was Primaten, die im Urwald leben, tun. Entscheidend ist, dass die Ernährung gesund ist und auch sonst kein Leiden und unnötige Gewalt verursacht. Wie „unnatürlich“ ist es doch, in Häusern zu wohnen, WCs zu brauchen, Verkehrsmittel zu benutzen, am Computer zu arbeiten…

Aber wenn man doch den Vergleich macht, ist die Nahrung von Veganern sicher viel näher an der typischen Ernährung von Primaten, die zum größten Teil aus Früchten, Blättern und sonstiger pflanzlicher Nahrung besteht, als die Ernährung derjenigen, die von durchschnittlicher mitteleuropäischer Nahrung mit täglichem Fleisch (etwas, was andere Primaten selten essen) und Milchprodukten anderer Spezies (etwas, was sie gar nie zu sich nehmen, es gibt Muttermilch für Babies, aber keine Milch anderer Spezies für Erwachsene).

Der Appetit auf Fleisch und Fisch ist vor allem Gewöhnungssache. Wer das seit Jahren nicht gegessen hat, hat auch keinen Appetit darauf. Wer mit einer größeren Vielfalt an pflanzlichen Nahrungsmitteln bekannt ist, wie dies bei vielen Veganern der Fall ist, hat eher Apetit darauf.“

„Gehen sie raus, jagen und sammeln sie. Wenn Sie etwas schönes gerissenen haben schlagen Sie Ihr Mischkostgebiss ins rohe, ungewürzte pure Fleisch. Ganz wie Ihr Instinkt s Ihnen empfiehlt.“

https://www.zeit.de/2013/44/kinder-vegane-ernaehrung/seite-3


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