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Juni 2018

Hexe! Verbrennt sie! … oder ihn?

„Women’s advocacy group calls on Spotify to remove Eminem, Chili Peppers, and other artists accused of sexual misconduct“

Women’s advocacy group calls on Spotify to remove Eminem, Chili Peppers, and other artists accused of sexual misconduct

Finsterstes Mittelalter. Beschuldigung reicht.

Die Dämlichkeit einer solchen Verurteilung erkennt man auch daran, dass die fordernden Personen denken, selber nicht von den Konsequenzen betroffen zu sein.

Dabei müsste man nur mal überlegen, sie bei ihrem Arbeitgeber anzuschwärzen – Branche egal.

Natürlich ist das jetzt an Spotify gerichtet, denn da arbeitet von denen sicher niemand selber, also trifft es ja eh nur Andere…

31. Oktober

Die Grünen hatten übrigens „Tag des Grundgesetzes“ vorgeschlagen. Unsere freiheitliche Verfassung steht aber möglicherweise zu vielen anderen Interessen im Weg – hätte sie in der aktuellen Bedrohungslage (Stichwort: „LIES!“, NetzDG) vielleicht für zu viel politischen Zündstoff gesorgt?

Angeblich solle man sich an dem Tag auch weltlichen Werten zuwenden. Stephen Hawking hat das übrigens sein Leben lang getan. Und ist dieses Jahr verstorben – einer der klügsten Geister der Geschichte. Remember? Super intelligent, erklärt uns das Weltall, kämpft Jahrzehnte lang gegen eine unheilbare Krankheit – aber einen Feiertag war das wohl nicht wert.

Schonmal jemand was von Albert Einstein gehört? Der ist sogar in Deutschland geboren, falls das ein Kriterium ist.

Achja… wer bekommt denn nun seinen eigenen Feiertag?

Martin Luther. Seit 500 Jahren tot. Antisemit und geistig verwirrt.

Reformationstag.

Spiel‘ mal nicht die vegane Leberwurst

Ich finde das schon ein bisschen albern und nervig, dass vegane Produkte mit „Salami“ etc. betitelt werden. Da hätte ich mir ein wenig mehr Kreativität von der Industrie gewünscht, auch wenn „Wurst“ jetzt z.B. eher Form und Konsistens, als Zusammensetzung beschreibt.

Aber am Ende zählt für mich eh nur was auf der Rückseite steht: Die Zutatenliste.

Die Diskussion ist einfach lächerlich. Als hätten wir, als Gesellschaft, nichts wichtigeres zu tun.

Und trotzdem verschwende ich eine Minute um das hier hinzuschreiben…

Einblicke

„Mutter und Sohn tragen keine Schuhe oder Taschen aus Leder, keine Pullover aus Schafwolle, und sie benutzen keine Daunenkissen. Käse, Butter oder Joghurt sucht man auf ihrem Speiseplan genauso vergeblich wie Wurst und Honig. Denn für jedes dieser Produkte musste ein Tier leiden oder sogar sterben. “

https://www.zeit.de/2013/44/kinder-vegane-ernaehrung

Dogmatismus & Selbstbestimmung

nochmal was, weil’s so schön war…

„Boah, vegane Eltern sind ja SOOO dogmatisch – die haben doch tatsächlich den Nerv, ihren Kindern auch veganes Essen zu geben! Voll dogmatisch! Und diese musikalischen Eltern, die ihre Kinder zum Musikunterricht schicken! Bah, ekelhaf. Oder atheistische Eltern, die mit ihren Kindern nicht in die Kirche gehen – GEHT JAWOHL GAR NICHT!! Und dann die AkademikerInnen-Eltern, die Wert darauf legen, dass auch ihre Kinder Abitur machen – hallo?! Ey, und diese FleischesserInnen-Eltern, die ihren Kindern Fleisch kochen! Und, das ist jetzt echt ein bisschen krass: Deutschsprachige Eltern, die mit ihren Kindern nicht Swahili sprechen, sondern (wirklich, das ist nichts für schwache Nerven) deutsch. Sogar in den nach Mallorca ausgewanderten Familien, ich hab’s ganz genau auf Vox gesehen! Echt mal, geht’s noch?! Es gibt jawohl nichts unnatürlicheres und dogmatischeres auf der Welt, als wenn Eltern ihre Kinder entsprechend ihrer eigenen Lebensweise, Gewohnheiten und Werte erziehen!“

Über die Diffamierung veganer Eltern

Selbstverwirklichung und Ideologie

„Mir persönlich ist es völlig wurscht, was ein erwachsener Mensch zu sich nimmt und aus welchen Gründen er es tut. Wenn aber die Gesundheit eines Kindes in Gefahr ist, sollte Schluss sein mit Selbstverwirklichung und Ideologie.“

Das ist doch ein Kernaspekt des Veganismus – sich der jahrhunderte andauernden Indoktrinierung des Fleischkonsums zu entledigen. Fleischkonsum wird glorifiziert – kaum, dass die Sonne mal eine Stunde am Stück scheint, heisst es sofort „Grillzeit – Steak, Würstchen, Schaschlick“, jedes zweite Werbeplakat wird gefüllt mit totem Tier, genau wie die Tiefkühltruhen. Gemüse wird ja höchstens als Beilage toleriert. Es machen Reihenweise argentinische und brasilianische Restaurants auf, Hauptgericht: Fleisch, Fleisch und noch mehr Fleisch, vom Spiess, direkt an den Tisch gebracht, alle 5 Minuten Nachschub. „Echte Männer essen FLEISCH“, „hier eine Wurst, damit du gross und stark wirst“, das geringste Mitgefühl für die Opfer dieser Ausbeutung wird für Konsumwilligkeit direkt aus dem Kinderhirn wegrationalisiert.

Das primäre Argument, das mir begegnet, ist immer: „Ja aber auf mein Schnitzel/Salami/Spiegelei/Jogurt kann ich nicht verzichten!“. Doch, rein technisch geht das, es fehlt bloss der Wille. Wenn man sich jahrelang, meist durch andere Menschen angefixt, in dieser Abhängigkeit befunden hat, fällt es natürlich schwer seine Gewohnheiten abzulegen und alles, was dem eigenen Gehirn vorgaukelt, jetzt gerade was ganz ganz tolles zu erleben, abzustellen.

„Wieso gehen Eltern davon aus, dass ihr Kind dieselben Vorlieben hat wie sie selbst und daher dasselbe essen muss?“

Eltern. Eine Verallgemeinerung. Diese Art von Eltern kenne ich nur aus den Medien. Warum ich davon ausgehe, dass mein Kind die selben „Vorlieben“ hat? Na weil ich ihm beibringe, dass Gewalt nicht OK ist. Und dass es gut ist, den Schwächeren zu helfen statt ihnen ein Messer in den Hals zu rammen. Komische Vorlieben, die andere Kinder so haben…

„Solange ich nicht weiß, was eine bestimmte Substanz im Körper meines Kindes anrichtet, sollte ich sie weglassen.“

Andersrum genau so, wenn ich weiss was bestimmte Substanzen mit dem Körper meines Kindes machen: Antibiotika sind (ohne Notwendigkeit) schlecht für die Gesundheit meins Kindes, also warum sollte ich ihm antibiotikaverseuchtes zu essen geben?

„Der Aufwand, das ständige Reden übers Essen, die soziale Aufwertung durch Abgrenzung sorgen für maximale Aufmerksamkeit im Umfeld.“

Millionen Babys für Omelette und Salatdressing zu vergasen tut das jedenfalls nicht…

„sondern entspannt und auch mit einer gewissen inneren Flexibilität (z.B. wenn die Schwiegermutter an Weihnachten halt Braten gemacht hat oder das Kind halt auf dem Schulfest gern mal eine Bratwurst will), das dürfte für alle Beteiligten am besten sein.“

Sieht das Schwein glaube ich anders.

„Ich gehöre zu einer Generation, der man bei Verschwendung vorhielt: „Du wirfst dein Schulbrot weg, und in Afrika hungern die Kinder.“ Ich denke deshalb manchmal an meine Freunde in ärmeren Gegenden dieser Welt, die froh sind, wenn sie überhaupt etwas Vernünftiges auf den Tisch bekommen – während sich vegane Mütter in Deutschland darüber beschweren, dass Vitamin-B12-Tabletten perfiderweise von der Industrie mit einem Laktosefilm überzogen würden.“

Wirtschaftlichkeit, Verschwendung von Ackerflächen und Trinkwasser? Energieerhaltungssatz? Es gibt genug Veganer, die das aus Ökologischen Gründen machen.

„Aber was ist zu tun, wenn Eltern manisch an gefährlichen Essgewohnheiten festhalten, auf Kosten der eigenen Kinder? Wie kann man sie davon abhalten? “

Sie sprechen von Eltern, die vergiftetes Fleisch zu essen geben?

„Brauchen wir mehr Monitoring während der Schwangerschaft, ein besonderes Augenmerk der Frauenärzte auf Ernährung? Müssen Familienhebammen zusätzlich geschult werden in Sachen Ökotrophologie?“

JA! Sehr gerne.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/vegane-kleinkind-ernaehrung-nein-danke-a-1120634.html

(guten) Appetit

„Ich halte es nicht unbedingt für sinnvoll, andere Primaten (wir sind nicht nur ähnlich wie Primaten, wir sind eine von mehreren Primatenarten) zum Vorbild zu nehmen. Viele Aspekte des modernen Lebens weichen von dem ab, was Primaten, die im Urwald leben, tun. Entscheidend ist, dass die Ernährung gesund ist und auch sonst kein Leiden und unnötige Gewalt verursacht. Wie „unnatürlich“ ist es doch, in Häusern zu wohnen, WCs zu brauchen, Verkehrsmittel zu benutzen, am Computer zu arbeiten…

Aber wenn man doch den Vergleich macht, ist die Nahrung von Veganern sicher viel näher an der typischen Ernährung von Primaten, die zum größten Teil aus Früchten, Blättern und sonstiger pflanzlicher Nahrung besteht, als die Ernährung derjenigen, die von durchschnittlicher mitteleuropäischer Nahrung mit täglichem Fleisch (etwas, was andere Primaten selten essen) und Milchprodukten anderer Spezies (etwas, was sie gar nie zu sich nehmen, es gibt Muttermilch für Babies, aber keine Milch anderer Spezies für Erwachsene).

Der Appetit auf Fleisch und Fisch ist vor allem Gewöhnungssache. Wer das seit Jahren nicht gegessen hat, hat auch keinen Appetit darauf. Wer mit einer größeren Vielfalt an pflanzlichen Nahrungsmitteln bekannt ist, wie dies bei vielen Veganern der Fall ist, hat eher Apetit darauf.“

„Gehen sie raus, jagen und sammeln sie. Wenn Sie etwas schönes gerissenen haben schlagen Sie Ihr Mischkostgebiss ins rohe, ungewürzte pure Fleisch. Ganz wie Ihr Instinkt s Ihnen empfiehlt.“

https://www.zeit.de/2013/44/kinder-vegane-ernaehrung/seite-3

Kein Sky für mich :(

„HERR HORN,

vielen Dank für Ihr Interesse an Sky.

Wie bei jeder neuen Vertragsaufnahme haben wir die von Ihnen angegebenen persönlichen Daten überprüft. Wir müssen jedoch Ihren Antrag auf Abschluss eines Vertrages leider ablehnen.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Ihr Sky Kundenservice“

Nee, Verständnis ohne Begründung gibt’s nicht.

Dann geb‘ ich meine 5 Euro halt wem anders 🙂