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September 2017

Amazon Prime „garantiertes“ Lieferdatum

… war gestern. Und nein, das Paket ist nicht angekommen.

Was ist jetzt die Alternative?

„Es tut uns leid, dass Ihre Lieferung verspätet ist. Bitte besuchen Sie diese Seite erneut, sollte die Sendung nicht bis zum Samstag, 30. Sept. eingetroffen sein, um die weitere Vorgehensweise zu klären.“

Aha.
– Das Paket trifft bis zum 27. ein
– Und wenn nicht?
– Ja dann warten sie halt länger.

Ich hab ja garnicht mal so das Problem mit der Tatsache, dass die Zustellung länger dauert, war jetzt nichts wichtiges – aber wenn da steht „garantiertes Lieferdatum“, dann ist das schon frech und ich fühle mich ein Stück weit verarscht. Einer dieser „bedauerlichen Einzelfälle“ bin ich jedenfalls nicht, und das passiert auch nicht zum ersten mal.

Was soll das für eine GARANTIE sein, wenn es im Fehlerfall keine ENTSCHÄDIGUNG gibt? Dann ist das nur noch ein billiges VERSPRECHEN, dass sie GEBROCHEN haben.

Zusatzbonus: Für die Garantie bezahle ich 70€ im Jahr.

Unter Anderem hier wurde schon vor Jahren mal darüber diskutiert:
https://www.amazon.de/forum/sonderangebote%20und%20restposten?_encoding=UTF8&cdForum=Fx1ZLFKT71P9IM4&cdThread=Tx3QUWNA7LLP5CL

Mal ein paar Thesen aufgegriffen:

„Natürlich liegen Fehler mit an Amazon. Aber eben alles auf indirekten Wunsch des Kunden der nur schnell und billig will.“

Schnell will ich es, ja – von billig kann keine Rede sein, wenn ich dafür extra bezahle.

„Findet Ihr auch, dass Euch Euer Chef jedes Mal, wenn Ihr nur den KLEINSTEN Fehler macht, „irgendwas“ vom Lohn abziehen oder Euch „irgendwas“ vom Urlaub streichen sollte?“

Ich habe mal selbstständig gearbeitet, und da war der Kunde mein „Chef“: Und ja, wenn ich GARANTIERE, dass etwas Ende des Monats fertig ist, dann gibt es natürlich auch eine Entschädigung für den Kunden, wenn es länger dauert.

Wenn ich in meinem Job morgens zu spät komme, muss ich die Zeit auch nacharbeiten.

„Im geschlossenen Vertrag schließt Amazon Schadensersatz aus. … Zu einem geschlossenen Vertrag gehören auch die AGB. Also wenn genau, dann bitte richtig genau sein.“

Ich gehe davon aus, dass sich Amazon da abgesichert hat. Das verschlimmert die Sachlage natürlich, damit geht das was als „garantiertes Lieferdatum“ beworben wird in Richtung einer glatten Lüge.

„Ich empfinde es als deart lächerlich, sich hier wegen so eines Kleckerbetrages aufzuspieln“

OK, dann weiss ich ja, wer zukünftig meine Mitgleidschaft bezahlen kann…

„Ab welchen Jahresbeitrag von Prime würden Sie den Amazon anschreiben und nicht mehr großzügig hin weg sehen?
Aus meiner sicht ist es egal welchen preis man für Prime bezahlt … Garantiert ein Unternehmen etwas, dann muß es auch diese Garantie erfüllen, egal ob der Artikel oder Service 29,-€ oder 29000,-€ kostet“

Sehe ich auch so.

„Du hast die Möglichkeit das Angebot jederzeit zu kündigen, wenn es dir nicht gefällt.“

Das ist falsch. Die Prime-Mitgleidschaft hat einen Zeitraum von einem Jahr. Danach kann ich kündigen. Zwischendrin nicht, und da bekomme ich auch nichts zurück für nicht erbrachte Leistungen.

Kein Job?

Es werden immer Leute gesucht die wehrlose Tiere töten.

Und ich sehe nicht ein, hier beschönigende Worte zu suchen.

ARK

Ich sehe garnicht warum die Leute so Probleme haben, dass ARK aktuell 60 bis 70 € kostet. Es wird immer davon gesprochen, dass das Spiel noch „alpha“ sei. Ich weiss, dass das da so draufsteht – aber es spielt sich nicht so. Abstürze hatte ich nur einen. In rund 100 Spielstunden. Auf der RX 480 läuft das butterweich in FullHD und mit maximalen Details. Es kommen ständig neue Inhalte raus – allein über die Ragnarok Map drüberzufliegen, ein Mal im Kreis, hat 3 Stunden gedauert. Ich habe also noch nicht alles gesehen und noch lange kein neues Gebiet besiedelt. Und damals war die Karte auch noch nicht vollständig.

Ich meine, ich bin froh, dass ich Anfang des Jahres nur 10€ bezahlt habe, und ARK kränkelt hart daran, dass es nur so wenig Loot gibt. Halbwegs spielbar ist das nur beim Evolution Event oder lokal mit 3fach Multiplkator. Alles andere kostet viel zu viel Zeit, kommt man nicht voran.

Ansonsten habe ich aber nichts daran auszusetzen.

Android 8 – fail by design

Es ist Samstag abend. Ich denke mir so, ich fahre gleich nach Bremen, zum Konzert, und mache vorher noch eben ein Update vom Handy. Von Android 6 (ja, ganz schön lange nicht auf 7 aktualisiert) auf Android 8.

Hat nur ein paar Minuten gedauert.

Das Handy startet neu, Apps werden optimiert.

Handy startet neu, Android Ladebalken (die komsichen Kringel) kommen. Es vibriert einmal. 10 Sekunden später vibriert es nochmal. 10 Sekunden später vibriert es nochmal. Und nochmal. Und aus.

Handy startet neu. „Can’t load Android system. Your data may be corrupt“. Aha. Zur Auswahl stehen: neustarten oder „factory reset“. Ääääh, was heisst hier „factory reset“? Auf Werkseinstellungen zurücksetzen, die Übersetzung ist mir klar, steht da sonst auch noch mal ausgeschrieben als „you may need to perform a factory data reset and erase all user data“. Also alle Daten weg. Hm, erstmal Neustart probieren.

Handy startet neu, vibriert drei Mal, gleicher Bildschirm wie vorher.

Also für ein „maybe“ als Fehlermeldung finde ich das jetzt schon ganz schön krass, alle meine Daten zu löschen.

Diverse Quellen im Internet schlagen vor, erstmal ein Android drüber zu installieren. Geht mit ADB, das installiert man sich auf dem PC, dann holt man sich von fragwürdigen Webseiten passende Treiber, zieht sich noch das passende Android Image, macht ein paar Verrenkungen mit den Knöpfen auf dem Handy und kann das dann laufen lassen.

Hat nur nichts gebracht.

Eine ander Möglichkeit ist den Bootloader zu entsperren und dann ein Rescue-Image zu installieren, um damit dei Daten vor einem factory reset zu sichern.

Einfach mal so machen? Denkste. Den Bootloader zu entsperren führt nämlich zu folgendem: Alle Daten werden gelöscht. Das bringt mich also keinen Schritt weiter, das hätte ich vorher machen müssen.

Zurück geht nicht mehr, man kann keine alten Versionen von Android installieren.

Ich sitze hier also vor einem Gerät, dem Nexus 5x, VON GOOGLE, mit einem Betriebssystem VON GOOGLE für ich das ich mehrere hundert Euro hingeblättert habe, mit dem ich zwei Jahre gearbeitet habe, auf dem zwei Jahre Daten drauf sind, das liegt direkt vor mir, das liegt in meiner Hand – und ich komme nicht an die Daten?! Und nein, ich habe das natürlich nicht alles zu Google hochgeladen damit die mich als ganzes scannen und wirtschaftlich auswerten.

Das ist für mich eine völlig absurde Situation.

Der Hersteller macht mein Handy kaputt, und ich komme nicht mal mehr an meine Daten. Wenn man die letzten 20 Jahre Computertechnik nicht geschlafen hat, macht dieses System einfach keinen Sinn. Warum komme ich nicht mehr an meine Daten, nur weil das Betriebssystem verkackt? die Daten sind da drauf, sie liegen wortwörtlich in meiner Hand. Jetzt mag man sagen „ja aber privacy und so“. Ja was privacy und so? Wenn das Ding geklaut wird machen die den Bildschirm an und können auf meine Daten zugreifen. Wenn die das Handy anschalten startet das Teil halt. Ohne Simkarte dann auch ohne Simlock. Aber wieso komme ICH nicht mehr an MEINE Daten ran? Verschlüsselung lasse ich nicht gelten, der Schlüssel sollte mir dann ja bekannt sein.

Ich habe dann auch nur kurz geguckt warum das überhaupt so gemacht wird und erstmal keine passable Antwort gefunden. Ich hab‘ dann auch einfach das factory reset gemacht.

Hatte ich ein Backup? Klar.
Ist da alles drin? Nein. Whatsapp und Threema hatte ich vergessen, die sind jetzt halt einen Monat alt, schade drum, ich verliere ungern Daten, ist aber auch irrelevant. Chrome hat von so Pi mal Daumen 300 Tabs nur 100 synchronisiert, kann ich aber auch mit leben, das war der Grund aus dem ich vor längerem auf Firefox mit einem Addon zum Export offener Tabs gewechselt bin.

Noch was spassiges: Schliesse ich das Handy jetzt an, ertönt der „Gerät verbunden“ Sound unter Windows. Schalte ich dann am Handy die Dateifreigabe ein, ertönt der „Gerät getrennt“ Sound. Und natürlich wird mir auch kein Gerät im Explorer angezeigt. Heisst ich bekomme meine Daten erstmal nicht einfach auf’s Handy gezogen.

Fazit: Android 8 ist der letzte Scheiss. Noch nie habe ich ein Update so sehr bereut. Und in Zukunft werde ich damit nichts wichtiges mehr machen, Android Handy ist nurnoch eine Mülltonne mit Display.

Sorry, but not sorry – das Betriebssystem als single-point-of-failure geht mal garnicht. Dafür kann ich keine Toleranz aufbringen.

Bahn macht mal wieder mobil – mit dem Auto

Bestandsaufnahme, ich habe:

– GVH Ticket, 4 Zonen, von Hannover Hauptbahnhof bis Wunstorf
– GVH Ticket, Regionaltarif, Wunstorf bis Nienburg
– normales Bahnticket, Nienburg bis Verden

So weit so nervig. Heute abend auf der Rückfahrt möchte ich dann aber weiter bis nach Bremen. Also gehe ich heute morgen zum Gleis für die Hinfahrt, dachte ich ziehe da gleich ein Ticket – da kam dann aber schon der Zug, also keine Zeit mehr gehabt. Sollte ja aber kein Problem sein in der Landeshauptstadt ein einfaches Bahnticket per Start-Ziel zwischen zwei Städten zu ziehen.

Doch. Natürlich ist das ein Problem. Wie konnte ich so naiv sein zu glauben, dass ein staatliches, bundesweit agierendes Verkehrsunternehmen in der Lage wäre mir ein Ticket zwischen zwei Städten, die ca. 20 Minuten Fahrzeit auseinanderliegen, auszustellen. Nein, das geht natürlich nicht. Die Aussage des Automaten wurde mir durch einen Angestellten am Schalter bestätigt. Auch dort kann ich das gewünschte Ticket nicht käuflich erwerben.

Das Zauberwort heisst: Verkehrsverbund.

Die sind wohl unterschiedlich. Und die können nicht miteinander. Es ist der selbe Zug, der fährt ja einfach weiter, durchgängig von Hannover bis Bremen. Ticket im Zug kaufen geht natürlich auch schon lange nicht mehr. In Verden kann ich keins kaufen, der Zug hält nur eine Minute. Am Automaten und am Schalter bekomme ich keins. Was sind denn jetzt meine Optionen? Alles was ich bereits bezahlt habe ignorieren und mir ein Ticket von Hannover nach Bremen holen? Oder in Verden Halt machen und einen Zug verpassen?

Nee sorry, dann fahre ich halt mit dem Auto.

Vegan und Atomkraft

Vegan sein ist ein bisschen wie Atomkraft zu vermeiden:

wenn du merkst, dass andere darunter leiden, dann lässt du’s halt.